Therapiefelder

Wir wollen neue und bessere Wege finden, um Krankheiten zu behandeln und vor ihnen zu schützen. Unser Ziel ist es, Behandlungsstandards zu verbessern oder neue zu schaffen. Wir bei BioNTech sind davon überzeugt, dass das Immunsystem der ausschlaggebende Faktor für den Behandlungserfolg bei Krebs und Infektionskrankheiten ist. Als Entwickler von Immuntherapien verfügen wir über ein tiefgreifendes Verständnis der zugrundeliegenden Mechanismen des Immunsystems, die es ermöglichen, sowohl externe Bedrohungen wie Infektionskrankheiten, als auch interne Bedrohungen wie Krebs effektiv zu erkennen und zu bekämpfen. Unser Ziel ist es, dieses Fachwissen in Therapien und Impfstoffe umzusetzen, die sowohl für den Einzelnen als auch für die gesamte Menschheit den entscheidenden Unterschied machen können.

Jeder Tumor ist einzigartig. Die Behandlung sollte es daher auch sein. 

Jeder Tumor ist einzigartig. Die Behandlung sollte es daher auch sein. 

Wir wollen mRNA-basierte Impfstoffe entwickeln, um lebensbedrohliche Infektionskrankheiten zu bekämpfen.

Wir wollen mRNA-basierte Impfstoffe entwickeln, um lebensbedrohliche Infektionskrankheiten zu bekämpfen. 

Krebs 

Krebs ist eine verheerende Krankheit und stellt weltweit nach wie vor eine enorme Belastung dar. Nach Angaben der WHO wurden im Jahr 2020 fast 10 Millionen Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung verzeichnet. Krebs entsteht durch die mehrstufige Veränderung gesunder Körperzellen in bösartige (maligne) Zellen. Diese Änderungen entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von Umweltfaktoren und der genetischen Veranlagung der Patientin bzw. des Patienten.

Immuntherapie verstehen  

Immuntherapie ist eine Art der Krebstherapie, die die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gegen Krebszellen verstärkt. Sie verwendet Proteine, die im Körper oder im Labor hergestellt werden, um das Immunsystem der Patientin bzw.  des Patienten darauf zu trainieren, Krebszellen zu identifizieren und zu zerstören.

Immuntherapien haben bereits große Durchbrüche bei der Behandlung verschiedener Krebsindikationen ermöglicht. Hierzu gehört unter anderem die Immuncheckpoint-Therapie, die den Behandlungserfolg bei bestimmen Patientengruppen mit fortgeschrittenen Melanomen dramatisch verbessert hat. Weitere Beispiele sind prophylaktische Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs sowie Leberkrebs.

Jeder Tumor ist dennoch einzigartig und Immuntherapien sollten jede Krebsindikation deswegen auf eine unterschiedliche Art und Weise adressieren können. Deswegen haben wir eine Reihe an Technologieplattformen und Werkzeugen etabliert, die die Entwicklung der bestmöglichen Behandlungsoptionen für jede Krebsindikation ermöglichen sollen.

Die patientenspezifische Krebsbehandlung

Wir sind davon überzeugt, dass die Nutzung komplementärer, potenziell synergistischer Wirkmechanismen die Wahrscheinlichkeit für den Therapieerfolg erhöhen, das Risiko für sekundäre Resistenzmechanismen verringern und zudem eine größere potenzielle Patientenpopulation erschließen kann. Diese Herangehensweise ermöglicht es uns, einen technologieunabhängigen Ansatz zu verfolgen und die für die jeweilige Patientin bzw. den jeweiligen Patienten und Behandlungszweck am besten geeignete therapeutische Plattform oder Plattform-Kombination zu entwickeln.

Wir wollen bessere Behandlungsoptionen für Patientinnen und Patienten schaffen und durch folgende Leitprinzipien die Krebsimmuntherapien der Zukunft entwickeln:  

Entwicklung neuer Behandlungsoptionen 

Wir wollen bessere Wege bei der Behandlung von Krebs finden, indem wir die richtigen biotechnologischen Werkzeuge miteinander kombinieren. Aus diesem Grund umfasst unsere breit aufgestellte Pipeline unterschiedliche Wirkstoffklassen. Wir entwickeln mRNA-basierte Immunaktivatoren, Antigen-spezifische T-Zellen und Antikörper sowie spezifische Immunmodulatoren für eine Reihe verschiedener Immunantworten. Dieses Portfolio spiegelt die vielfältigen Effekte des Immunsystems wider, das im Laufe seiner Evolution verschiedenste komplementäre Wirkmechanismen und Signalwege entwickelt hat.

Wir wollen so vielen Krebspatientinnen und -patienten wie möglich helfen. Die Entdeckung und Nutzung neuartiger Zielstrukturen und Zielkombinationen ist Teil unserer Grundlagenforschung. Unser Ziel ist es, dass in Zukunft auch Patientenpopulationen von Immuntherapien profitieren können, die auf die derzeitigen Therapien nicht ansprechen oder für die im Moment keine geeigneten Zielstrukturen verfügbar sind.

Wir entwickeln hochwirksame Produktkandidaten, deren Design eine hohe Spezifität für die jeweilige Zielstruktur gewährleistet. Zudem kombinieren wir verschiedene Wirkstoffe, um die Aktivität der Therapiekandidaten weiter zu erhöhen und Resistenzmechanismen entgegenzuwirken.

In mehreren Fällen ist das Wiederauftreten von Krebs nach einer Therapie die Folge einer unvollständigen Ausrottung des Tumors, die vor allem auf die biologische Variabilität der einzelnen Tumore zurückzuführen ist. Wir sehen es als zwingend notwendig, dies beim Design und der Entwicklung unserer Produktkandidaten zu berücksichtigen. So deckt beispielsweise jede unserer Krebsimmuntherapien mehrere Zielstrukturen gleichzeitig ab, um dieser Variabilität Rechnung zu tragen. Auf diese Weise kann ein Wirkstoff als Behandlungsoption für viele Patientinnen und Patienten eingesetzt werden.

Diese vier Leitprinzipien haben uns beim Aufbau eines breiten Spektrums an Therapieplattformen geholfen, die für bestimmte Wirkmechanismen, herausragende Spezifität sowie eine hohe Effizienz und Wirksamkeit optimiert wurden. 

Im Rahmen unserer onkologischen Therapieprogramme haben wir bisher über 800 Patientinnen und Patienten mit mehr als 20 soliden Tumorarten behandelt. Hierbei werden derzeit 15 unserer onkologischen Produktkandidaten in 18 klinischen Studien untersucht.

Infektionskrankheiten 

Es ist unser erklärtes Ziel, neue prophylaktische Impfstoffe gegen verschiedenste Infektionskrankheiten zu entwickeln, um den hohen medizinischen Bedarf in diesem Indikationsbereich zu adressieren. Hierfür setzen wir unser komplettes Technologiepaket sowie unsere Expertise im Bereich der Immuntherapien ein, um mRNA-basierte Impfstoffe gegen neu entstehende und bereits existierende Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Wir sind davon überzeugt, dass die Technologie unseres COVID-19-Impfstoffs ein großes Potenzial bei anderen Infektionskrankheiten hat. Bei Maßnahmen in Vorbereitung auf zukünftige globale Pandemien könnte sie deswegen eine große Rolle spielen.

Prof. Dr. Ugur Sahin, CEO und Mitgründer 

Wir haben während der Pandemie mit unserer COVID-19-Impfstoffentwicklung gezeigt, dass unsere Technologie schneller und einfacher skalierbar ist als herkömmliche Impfstofftechnologien, und wir wollen diese Arbeit fortsetzen. Wir investieren in mRNA-Programme, die Krankheiten mit einer enormen gesundheitlichen Belastung, insbesondere in Ländern mit geringem Einkommen, adressieren. Hierzu gehören unter anderem Malaria, Tuberkulose und HIV.

Wir planen in den nächsten fünf Jahren die Markteinführung mehrerer neuer Produkte, sofern die Daten der klinischen Studien dies unterstützen. Unser Ziel ist es, mit unseren Produkten einen neuen Therapiestandard zu etablieren.

Unsere Hauptindikationsbereiche

Die globale COVID-19-Pandemie hat die Welt seit ihrer offiziellen Ausrufung im März 2020 in Atem gehalten. Um der anhaltenden Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus entgegenzuwirken, haben wir unsere Bemühungen frühzeitig auf diesen Erreger konzentriert und konnten so unseren mRNA-basierten COVID-19-Impfstoff innerhalb von weniger als einem Jahr erfolgreich entwickeln. Wir waren das erste Unternehmen weltweit, das eine Notfallzulassung für einen COVID-19-Impfstoff erhalten hat. 

Malaria ist eine lebensbedrohliche Krankheit, die von Parasiten ausgelöst wird und durch die Anopheles-Mücke verbreitet wird. Da die Hälfte der Bevölkerung einem Malaria-Risiko ausgesetzt ist und ein großer Teil dieser Menschen in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen lebt, ist es dringend erforderlich, die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen weltweit vor dieser Erkrankung zu schützen. BioNTech hat als Teil der „eradicateMalaria“-Initiative, die von der kENUP Foundation ins Leben gerufen wurde, die Entwicklung eines Impfstoffs initiiert und plant Ende 2022 den Start einer klinischen Studie.

Tuberkulose ist eine schwerwiegende, durch die Luft übertragbare Krankheit, die durch eine Infektion mit dem Bakterium Mycobacterium tuberculosis verursacht wird. Sie kann zu schweren gesundheitlichen Komplikationen führen, wie z.B. Lungenparenchym, und kann tödlich enden. Ein Großteil der Infektions- und Todesfälle wird in Entwicklungsländern verzeichnet, weswegen Tuberkulose eine enorme Belastung für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen weltweit darstellt. BioNTech arbeitet zusammen mit der Bill & Melinda Gates Foundation an der Entwicklung eines Impfstoffs zum Schutz vor Tuberkulose-Infektionen. Der Start der klinischen Entwicklung ist im Laufe des Jahres 2022 geplant.

Unsere mRNA-basierten Impfstoffe bieten viele Vorteile bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Hierzu gehören kürzere Produktionszeiten, die Tatsache, dass Patientinnen und Patienten bei mRNA-Impfstoffen den infektiösen Elementen nicht direkt ausgesetzt sind, sowie die Möglichkeit, neu auftretende Virusvarianten schnell adressieren zu können. Neben Impfstoffen für Tuberkulose und Malaria entwickelt BioNTech derzeit auch einen Impfstoff für HIV. Wir untersuchen ununterbrochen neue Möglichkeiten unsere Fähigkeiten im Kampf gegen verschiedene Infektionskrankheiten einzusetzen.

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