Telefonkonferenz und Webcast sind für den 10. März 2026 um 13:00 Uhr MEZ
(8:00 Uhr U.S. ET) geplant
MAINZ, Deutschland, 10. März 2026 (GLOBE NEWSWIRE) — BioNTech SE (Nasdaq: BNTX, „BioNTech“ oder „das Unternehmen“) hat heute die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 und das gesamte Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2025 endete, veröffentlicht und Informationen zur Geschäftsentwicklung bekanntgegeben.
„Das Jahr 2025 war geprägt von starker Umsetzung und Momentum in der Pipeline, wodurch wir signifikante Fortschritte bei der Verwirklichung unserer Strategie machen konnten. Wir haben unsere Onkologiepipeline weiter vorangetrieben, indem wir mehrere Kandidaten in spätere Entwicklungsphasen überführt sowie Studien mit Kombinationen innovativer Behandlungsansätze initiiert haben. Unser Ziel ist es, differenzierte therapeutische Profile zu schaffen“, sagte Prof. Dr. Ugur Sahin, Chief Executive Officer und Mitgründer von BioNTech. „Auf Basis unserer einzigartigen Pipeline und starken finanziellen Position bleiben wir fest entschlossen, unsere Vorreiterrolle im Bereich der Immunonkologie mit Wirkstoffen der nächsten Generation weiter auszubauen, um die Behandlungsergebnisse von Krebspatientinnen und -patienten nachhaltig zu verbessern. 2026 wird ein wegweisendes Jahr für uns, in dem wir zahlreiche Datenveröffentlichungen aus unserem Portfolio erwarten. Diese stellen einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel dar, bis 2030 ein Unternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten zu werden.“
Finanzergebnisse des vierten Quartals und des gesamten Geschäftsjahrs 20253
| in Mio. €, bis auf Ergebnis je Aktie | Geschäftsjahr 2025 | Geschäftsjahr 2024 | ||
| IFRS Ergebnis | Adjustiertes Ergebnis3 | IFRS Ergebnis | Adjustiertes Ergebnis3 | |
| Umsatzerlöse | 2.869,90 | 2.869,90 | 2.751,10 | 2.751,10 |
| Nettogewinn / (-verlust) | (1.136,10) | (117,1) | (665,3) | 121,7 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (4,7) | (0,48) | (2,77) | 0,5 |
| in Mio. €, bis auf Ergebnis je Aktie | Viertes Quartal 2025 | Viertes Quartal 2024 | ||
| IFRS Ergebnis | Adjustiertes Ergebnis3 | IFRS Ergebnis | Adjustiertes Ergebnis3 | |
| Umsatzerlöse | 907,4 | 907,4 | 1.190,00 | 1.190,00 |
| Nettogewinn / (-verlust) | (305) | (79,5) | 259,5 | 432,4 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (1,25) | (0,33) | 1,08 | 1,79 |
Die Umsatzerlöse betrugen 907,4 Mio. € in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal, verglichen mit 1.190,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 ergaben sich Umsatzerlöse von 2.869,9 Mio. €, verglichen mit 2.751,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal war in erster Linie auf den geringeren Absatz der COVID-19-Impfstoffe des Unternehmens aufgrund gesunkener Marktnachfrage zurückzuführen. Der Umsatzanstieg im Gesamtjahr ist im Wesentlichen auf Umsatzerlöse aus der Kollaboration von BioNTech mit Bristol Myers Squibb Company („BMS“) zurückzuführen, die im dritten Quartal 2025 erfasst wurden.
Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal auf 505,4 Mio. €, verglichen mit 611,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Kosten für Forschung und Entwicklung auf 2.104,9 Mio. €, verglichen mit 2.254,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Beide Rückgänge sind vor allem auf Kosteneinsparungen infolge eines aktiven Portfoliomanagements und positive Effekte aus der Kostenbeteiligung mit BioNTechs Kollaborationspartner BMS zurückzuführen. Diese Effekte wurden teilweise durch Aufwendungen für fortschreitende Studien in späten klinischen Phasen in den Bereichen Immunonkologie („IO“) und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate („ADCs“) ausgeglichen.
Die adjustierten Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal auf 505,4 Mio. €, verglichen mit 530,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die adjustierten Kosten für Forschung und Entwicklung auf 2.019,5 Mio. €, verglichen mit 2.172,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum. In den Geschäftsjahren 2025 und 2024 sind in den adjustierten Forschungs- und Entwicklungskosten keine Wertminderungen enthalten.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten7 beliefen sich in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal auf 217,9 Mio. €, verglichen mit 132,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 beliefen sich die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten auf 624,4 Mio. €, verglichen mit 599,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Beide Anstiege sind hauptsächlich auf höhere Kosten für den voranschreitenden Aufbau der kommerziellen Infrastruktur zurückzuführen, die teilweise durch niedrigere Kosten für externe Dienstleistungen ausgeglichen wurden.
Das sonstige betriebliche Ergebnis belief sich in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal insgesamt auf einen negativen Betrag von 173,6 Mio. €, verglichen mit einem negativen Betrag von 54,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich das sonstige betriebliche Ergebnis auf einen negativen Betrag von 903,7 Mio. €, verglichen mit einem negativen Betrag von 670,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Beide Rückgänge sind hauptsächlich auf Aufwendungen für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, Aufwendungen im Zusammenhang mit der Pipeline-Priorisierung und Fremdwährungsdifferenzen zurückzuführen.
Das adjustierte sonstige betriebliche Ergebnis belief sich in dem zum 31. Dezember 2025 endenden Quartal insgesamt auf einen negativen Betrag von 21,4 Mio. €, verglichen mit einem negativen Betrag von 1,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich das sonstige betriebliche Ergebnis auf einen negativen Betrag von 0,6 Mio. €, verglichen mit einem negativen Betrag von 13,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. In den Geschäftsjahren 2025 und 2024 enthält das adjustierte sonstige betriebliche Ergebnis keine Aufwendungen aus Beilegungen von Rechtsstreitigkeiten. Zudem umfasst das adjustierte sonstige betriebliche Ergebnis im vierten Quartal 2025 und im Geschäftsjahr 2025 keine mitarbeiterbezogenen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Pipeline‑Priorisierung, keine Wertminderungen und keinen Ertrag aus dem Erwerb eines Unternehmens zu einem Preis unter dem Marktwert.
Der Nettoverlust für das zum 31. Dezember 2025 endende Quartal betrug 305,0 Mio. €, verglichen mit einem Nettogewinn von 259,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich der Nettoverlust auf 1.136,1 Mio. €, verglichen mit einem Nettoverlust von 665,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Der adjustierte Nettoverlust für das zum 31. Dezember 2025 endende Quartal betrug 79,5 Mio. €, verglichen mit einem adjustierten Nettogewinn von 432,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich der adjustierte Nettoverlust auf 117,1 Mio. €, verglichen mit einem adjustierten Nettogewinn von 121,7 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich für das zum 31. Dezember 2025 endende Quartal auf minus 1,25 €, verglichen mit einem positiven verwässerten Ergebnis je Aktie von 1,08 € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich das verwässerte Ergebnis je Aktie auf minus 4,70 €, verglichen mit einem verwässerten Ergebnis je Aktie von minus 2,77 € im Vorjahreszeitraum.
Das adjustierte verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich für das zum 31. Dezember 2025 endende Quartal auf minus 0,33 €, verglichen mit einem positiven adjustierten verwässerten Ergebnis je Aktie von 1,79 € im Vorjahreszeitraum. Für das Geschäftsjahr 2025 belief sich das adjustierte verwässerte Ergebnis je Aktie auf minus 0,48 €, verglichen mit einem positiven adjustierten verwässerten Ergebnis je Aktie von 0,50 € im Vorjahreszeitraum.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente plus liquide Wertpapieranlagen betrugen zum 31. Dezember 2025 17.235,6 Mio. €, bestehend aus 7.675,4 Mio. € Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, 7.158,5 Mio. € kurzfristig gehaltenen liquiden Wertpapieranlagen und 2.401,7 Mio. € langfristig gehaltenen liquiden Wertpapieranlagen.
Zum 31. Dezember 2025 befanden sich 251.325.340 ausstehende Aktien im Umlauf. Dabei werden die 7.702.147 Aktien im eigenen Bestand nicht berücksichtigt.
„Unsere solide finanzielle Position treibt unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten voran und reduziert gleichzeitig deren Risiken, während wir uns auf mehrere Produkteinführungen in den kommenden Jahren vorbereiten. Unsere finanzielle Disziplin, aktives Portfoliomanagement und gezielte Investitionen werden weiterhin Innovationen vorantreiben und langfristigen Wert zum Nutzen der BioNTech-Stakeholder schaffen“, sagte Ramón Zapata, Chief Financial Officer bei BioNTech.
Prognose für das Geschäftsjahr 20266:
| Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2026 | 2.000 Mio. € – 2.300 Mio. € |
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet BioNTech aufgrund von Rückgängen sowohl auf dem europäischen als auch auf dem US-amerikanischen Markt mit geringeren Umsätzen aus COVID-19-Impfstoffen als im Geschäftsjahr 2025. Die Vereinigten Staaten sind weiterhin ein wettbewerbsintensiver und dynamischer Markt, sodass dort geringere Umsätze erwartet werden. Darüber hinaus erwarten wir in Europa niedrigere Umsätze, während wir unseren Marktanteil verteidigen und den Wandel weg von mehrjährigen Verträgen vorbereiten. In Deutschland erfasst BioNTech den Direktverkauf ihrer COVID-19-Impfstoffe als Umsatz. Daher werden sich die erwarteten Rückgänge bei den Verkäufen von COVID-19-Impfstoffen des Unternehmens in diesem Land direkt auf den Umsatz auswirken, während die Umsätze außerhalb Deutschlands nur als hälftiger Anteil am Bruttoergebnis des Kollaborationspartners Pfizer Inc. („Pfizer“) auf den Umsatz des Unternehmens einen Einfluss haben werden. Gemäß den Partnerschaftsbedingungen werden die Umsatzerlöse aus der Zusammenarbeit mit BMS im Jahr 2026 voraussichtlich weitgehend denen des Jahres 2025 entsprechen. Die Umsatzerlöse aus dem Pandemiebereitschaftsvertrag mit der deutschen Regierung und dem Dienstleistungsgeschäft werden voraussichtlich stabil bleiben.
Geplante adjustierte Ausgaben und Investitionen im Geschäftsjahr 20266:
| Adjustierte Forschungs- und Entwicklungskosten | 2.200 Mio. € – 2.500 Mio. € | |
| Adjustierte Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten | 700 Mio. € – 800 Mio. € |
BioNTech geht davon aus, dass sich Investitionen weiterhin auf Forschung und Entwicklung und die Skalierung des Unternehmens entsprechend der späteren Entwicklungsphase und der avisierten Marktreife in der Onkologie konzentrieren werden und dabei die Kostendisziplin beibehalten wird. Die strategische Kapitalallokation wird auch weiterhin ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Unternehmens sein. Als Teil der Strategie von BioNTech wird das Unternehmen weiterhin geeignete Möglichkeiten zur Unternehmensentwicklung prüfen, um ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu erzielen und zukünftige Werte zu schaffen.
Der vollständig geprüfte und konsolidierte Konzernabschluss ist in BioNTechs Jahresbericht im Dokument 20-F für das zum 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr zu finden, der heute bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, „SEC“) eingereicht wurde und unter folgender Adresse verfügbar ist: www.sec.gov.
Fußnoten
1 Ein Abkürzungsverzeichnis ist am Ende dieser Pressemitteilung zusammengestellt.
2 Alle Zahlen in dieser Pressemeldung wurden gerundet.
3 Zusätzlich zu unseren nach den von der Europäischen Union angenommen IFRS-Rechnungslegungsstandards ermittelten Finanzinformationen bzw. Ergebnissen (IFRS-Ergebnisse), weisen wir um bestimmte Effekte adjustierte Kennzahlen aus (Nicht-IFRS-Kennzahlen), die intern als ergänzende Steuerungsgrößen für unsere Geschäftsentwicklung verwendet werden (jeweils mit dem Präfix „Adjustiert“ oder zusammenfassend als „Adjustiertes Ergebnis“ bezeichnet). Die Berechnung dieser Kennzahlen und des adjustierten Ergebnisses basiert auf den IFRS-Rechnungslegungsstandards, beinhaltet jedoch bestimmte Adjustierungen. Eine Überleitung der adjustierten Ergebnisse zu BioNTechs IFRS-Ergebnissen sowie weitere Informationen sind am Ende der Pressemitteilung und in BioNTechs Bericht (Form 20-F) für das zum 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr enthalten, der am 10. März 2026 eingereicht wurde und unter www.sec.gov verfügbar ist. Obwohl Nicht-IFRS-Kennzahlen zusätzliche Einblicke bieten können, sind sie kein Ersatz für die vergleichbaren IFRS-Ergebnisse und sollten auch nicht als solcher betrachtet werden. Sie sind stets in Verbindung mit unseren nach IFRS erstellten Finanzinformationen zu betrachten oder zu interpretieren.
4 Berechnet auf Basis des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Wechselkurses für das Geschäftsjahr 2025.
5 Stand: 31. Dezember 2025.
6 Noch nicht bekannte und / oder quantifizierbare Risiken und damit zusammenhängende Aktivitäten sind nicht inkludiert. Die Prognose spiegelt die erwarteten Auswirkungen von Lizenzvereinbarungen, Kollaborationen und potenziellen M&A-Transaktionen wider, insoweit diese jeweils veröffentlicht sind. Die Prognosen basieren auf Nicht-IFRS-Kennzahlen und schließen gewisse Effekte im Vergleich zu unseren IFRS-Ergebnissen aus. Weitere Informationen sind in BioNTechs Bericht (Form 20-F) für das zum 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr enthalten, der am 10. März 2026 eingereicht wurde und unter www.sec.gov verfügbar ist.
7 „Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten“ beinhalten Vertriebs- und Marketingkosten sowie allgemeine Verwaltungskosten. „Adjustierte Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten“ beinhalten adjustierte Vertriebs- und Marketingkosten sowie adjustierte allgemeine Verwaltungskosten.
Operative Entwicklung des vierten Quartals und Geschäftsjahrs 2025, wichtige Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums und Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr 2026
Geschäftsentwicklungen im vierten Quartal 2025 und Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
- Am 10. März 2026 gab BioNTech Pläne für ein eigenständiges neues Unternehmen bekannt, das von den BioNTech-Mitgründern Prof. Dr. Ugur Sahin und Prof. Dr. Özlem Türeci gegründet und geleitet werden soll. Das neue Unternehmen soll über entsprechende Ressourcen, Geschäftstätigkeiten und Finanzierungsoptionen verfügen, um mRNA-Innovationen der nächsten Generation zu entwickeln. BioNTech plant, entsprechende Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen, um eine priorisierte Entwicklung von mRNA-Innovationen der nächsten Generation mit disruptivem Potenzial zu ermöglichen und zu unterstützen. Da beide Unternehmen dezidierte strategische Prioritäten verfolgen werden, erwartet BioNTech, den Mehrwert für Patientinnen und Patienten sowie Anteilseigner durch diese Pläne voll auszuschöpfen. Ugur Sahin und Özlem Türeci werden bis Ende dieses Jahres nach Ablauf ihrer derzeitigen Dienstverträge in das Management ihres neuen Unternehmens wechseln. BioNTechs Aufsichtsrat hat mit der Suche nach passenden Nachfolgerinnen bzw. Nachfolgern für die Positionen begonnen, um einen reibungslosen Übergang und eine konsequente Umsetzung von BioNTechs Strategie sicherzustellen.
- Am 1. März trat Kylie Jimenez dem Vorstand von BioNTech als Personalvorständin (Chief People Officer, „CPO“) bei. Die Ernennung folgt konsequent der strategischen Ausrichtung BioNTechs, um sich bis 2030 zu einem biopharmazeutischen Unternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten zu entwickeln, und unterstreicht die Bedeutung der globalen, hochqualifizierten Belegschaft des Unternehmens, um dieses Ziel zu erreichen. Kylie Jimenez' Schwerpunkt wird zum einen auf der Gewinnung, Entwicklung und Bindung von Talenten liegen und zum anderen auf der Stärkung der inklusiven Kultur des Unternehmens.
Ausgewählte Updates aus der Onkologie-Pipeline
Innovative Immunmodulatoren und Kombinationen
Pumitamig (BNT327/BMS986545) ist ein bispezifischer Immunmodulator-Kandidat, der PD-L1-Checkpoint-Inhibition mit der Neutralisierung von VEGF-A kombiniert und in Zusammenarbeit mit BMS entwickelt wird.
- Eine globale klinische Phase-3-Studie (ROSETTA Breast-01; NCT07173751) zur Erstlinienbehandlung von Patientinnen und Patienten mit dreifach negativem Brustkrebs (triple-negative breast cancer, „TNBC“) befindet sich derzeit in der Rekrutierung.
- Eine globale klinische Phase-2/3-Studie (ROSETTA CRC-203; NCT07221357) zur Evaluierung von Pumitamig als Erstlinientherapie bei mikrosatellitenstabilem Darmkrebs (microsatellite stable colorectal cancer, „CRC“) befindet sich derzeit in der Rekrutierung.
- Eine globale klinische Phase-2/3-Studie (ROSETTA Gastric-204; NCT07221149) zur Erstlinienbehandlung von Magenkrebs befindet sich derzeit in der Rekrutierung.
- Aktuell läuft eine globale klinische Phase-2/3-Studie (ROSETTA Lung-02; NCT06712316), die Pumitamig in Kombination mit einer Chemotherapie im Vergleich zu Pembrolizumab plus Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung von Patientinnen und Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (non-small cell lung cancer, „NSCLC“) untersucht. Der Phase-2-Teil der Phase-2/3-Studie ist vollständig rekrutiert und der Phase-3-Teil befindet sich in der Rekrutierung. Eine Datenveröffentlichung aus dem Phase-2-Teil der Studie wird für das Jahr 2026 erwartet.
- Weitere zulassungsrelevante klinische Phase-2/3- und Phase-3-Studien sollen im Jahr 2026 beginnen; hierzu gehören Studien zur Behandlung von inoperablem kleinzelligen Lungenkrebs in Stadium III (ROSETTA Lung-201, NCT07361497), zur Erstlinienbehandlung von kleinzelligem Lungenkrebs mit PD-L1-Expression ≥ 50 % (ROSETTA Lung-202, NCT07361510), sowie zur Erstlinienbehandlung von Plattenepithelkarzinomen des Kopf- und Halsbereichs (head and neck squamous cell carcinoma, „HNSCC“) (ROSETTA HNSCC-205).
- Pumitamig wird derzeit auch in weiteren soliden Tumorindikationen in mehreren Phase-1/2- und Phase-2-Studien als Monotherapie und in Kombination mit Standardtherapien untersucht; dies umfasst die Evaluierung als Erstlinientherapie bei Leberzellkrebs (hepatocellular carcinoma, „HCC“), Zweitlinientherapie bei Glioblastom („GBM“), Erstlinientherapie bei duktalem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (pancreatic ductal adenocarcinoma, „PDAC“), sowie Erstlinientherapie bei Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma, „RCC“).
- Im Jahr 2025 initiierte BioNTech mehrere klinische Studien zur Signalfindung, um Pumitamig in Kombination mit unternehmenseigenen Wirkstoffkandidaten zu untersuchen. Diese Studien werden Informationen zur Festlegung der geeigneten Dosierungen liefern und die Anti-Tumor-Aktivität in verschiedenen Tumoren für die weitere Entwicklung evaluieren.
Gotistobart (BNT316/ONC-392) ist ein Kandidat für die selektive Eliminierung von regulatorischen T-Zellen in der Mikroumgebung des Tumors, der auf CTLA-4 abzielt und in Zusammenarbeit mit OncoC4, Inc. („OncoC4“) entwickelt wird.
- Eine globale klinische Phase-3-Studie (PRESERVE-003; NCT05671510) untersucht derzeit die Wirksamkeit und Sicherheit von Gotistobart als Monotherapie bei Patientinnen und Patienten mit metastasiertem Plattenepithelkarzinom der Lunge (metastatic squamous NSCLC), deren Erkrankung unter vorheriger platinbasierter Chemotherapie und Behandlung mit PD-(L)1-Inhibitoren weiter fortschritt.
- Im Dezember 2025 wurden Daten aus der nicht-zulassungsrelevanten Dosisfindungsphase, der ersten von zwei Stufen der globalen klinischen Phase-3-Studie, auf der International Association for the Study of Lung Cancer („IASLC“) American Society of Clinical Oncology („ASCO“) 2025 North America Conference on Lung Cancer („NACLC”) präsentiert. Gotistobart zeigte einen klinisch relevanten Gesamtüberlebensvorteil (overall survival benefit, „OS benefit“) im Vergleich zur Standard-Chemotherapie und ein kontrollierbares Sicherheitsprofil bei Patientinnen und Patienten mit Plattenepithelkarzinom der Lunge, deren Erkrankung nach einer Anti-PD-(L)1-Therapie und einer platinbasierten Chemotherapie weiter fortschritt.
- Basierend auf den aktuellen Ereignisprognosen werden Zwischenergebnisse aus der zulassungsrelevanten Phase der zweistufigen klinischen Phase-3-Studie im Jahr 2026 erwartet.
- Im Januar 2026 erhielt Gotistobart den Orphan-Drug-Status der U.S.-amerikanischen Arzneimittelbehörde (U.S. Food and Drug Administration, „FDA“) für die Behandlung des Plattenepithelkarzinoms der Lunge. Im Jahr 2022 erhielt Gotistobart den Fast-Track-Status der FDA für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit metastasiertem kleinzelligen Lungenkrebs, deren Erkrankung unter vorheriger Behandlung mit einer Anti-PD-(L)1-Therapie weiter fortschritt.
Antikörper-Wirkstoff-Konjugate
Trastuzumab Pamirtecan (BNT323/DB-1303) ist ein gegen HER2 gerichteter ADC-Kandidat, der in Kollaboration mit Duality Biologics (Suzhou) Co. Ltd. („DualityBio“) entwickelt wird.
- Eine klinische Phase-1/2-Studie (NCT05150691) zur Evaluierung von Trastuzumab Pamirtecan bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenen HER2-exprimierenden Tumoren wird derzeit durchgeführt. Eine potenziell zulassungsrelevante Kohorte, in der Patientinnen mit rezidivierendem Gebärmutterkrebs und HER2-Expression (IHC3+, 2+, 1+ oder ISH-positiv) untersucht werden, läuft derzeit. Daten werden voraussichtlich auf einer medizinischen Konferenz im Jahr 2026 präsentiert. BioNTech und DualityBio planen, vorbehaltlich der Rückmeldung der FDA, im Jahr 2026 einen Zulassungsantrag (Biologics License Application, „BLA“) einzureichen.
- Eine globale klinische Phase-3-Studie (DYNASTY-Breast02, NCT06018337) zur Evaluierung von Trastuzumab Pamirtecan bei Patientinnen und Patienten mit Hormonrezeptor-positivem („HR+“) metastasiertem Brustkrebs mit niedrigem HER2-Expressionslevel läuft derzeit. Basierend auf den aktuellen Ereignisprognosen werden Daten im Jahr 2026 erwartet.
BNT324/DB-1311 ist ein gegen B7H3 gerichteter ADC-Kandidat, der in Kollaboration mit DualityBio entwickelt wird.
- Im Februar 2026 wurde ein Daten-Update der klinischen Phase-1/2-Studie (NCT05914116) auf dem ASCO Genitourinary Cancers Symposium präsentiert. BNT324/DB-1311 zeigte eine dauerhafte Wirksamkeit ohne neue Sicherheitssignale bei stark vorbehandelten Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs (metastatic castration-resistant prostate cancer, „mCRPC“).
- Eine klinische Phase-3-Studie (NCT07365995) zur Untersuchung von BNT324/DB-1311 im Vergleich zu Docetaxel bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakrebs soll im Jahr 2026 beginnen.
mRNA-Krebsimmuntherapien
BNT113 ist ein mRNA-Krebsimmuntherapie-Kandidat und basiert auf BioNTechs unternehmenseigener, off-the-shelf FixVac-Plattform. Der Kandidat kodiert die beiden Onkoproteine E6 und E7, die häufig in Tumoren vorkommen, in denen das humane Papillomavirus Typ 16 nachgewiesen wurde („HPV16-positiv“).
- Im Dezember 2025 erhielt BNT113 den Fast-Track-Status der FDA für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit PD-L1-positiven, HPV16-positiven Plattenepithelkarzinomen des Kopf- und Halsbereichs.
- Basierend auf den aktuellen Ereignisprognosen werden im Jahr 2026 Daten der ersten Zwischenanalyse des Phase-3-Teils der laufenden klinischen Phase-2/3-Studie (AHEAD-MERIT; NCT04534205) erwartet. Die Studie evaluiert BNT113 in Kombination mit Pembrolizumab im Vergleich zu einer Pembrolizumab-Monotherapie als Erstlinienbehandlung bei Patientinnen und Patienten mit inoperablen rezidivierenden oder metastasierten, PD-L1-positiven, HPV16-positiven Plattenepithelkarzinomen des Kopf- und Halsbereichs.
Autogene Cevumeran (BNT122/RO7198457) ist ein individualisierter Neoantigen-spezifischer mRNA-Krebsimmuntherapie-Kandidat (individualized neoantigen-specific immunotherapy, „iNeST“), der in Kollaboration mit Genentech, Inc. („Genentech“), einem Mitglied der Roche-Gruppe („Roche“), entwickelt wird.
- Der erwartete Zeitpunkt für die Datenveröffentlichung der finalen Analyse aus der laufenden klinischen Phase-2-Studie zur adjuvanten Behandlung von ctDNA-positivem Darmkrebs in Stadium II (hohes Risiko)/Stadium III wurde vom Jahr 2026 auf das Jahr 2027 aktualisiert, da die Daten langsamer als ursprünglich prognostiziert zusammengetragen wurden.
- BioNTech und der Studiensponsor Roche haben gemeinsam entschieden, die klinische Phase-2-Studie IMcode004 (NCT06534983) aufgrund der sich rasch entwickelnden Behandlungslandschaft und sich wandelnden Versorgungsstandards nicht weiter fortzuführen. Die Studie untersuchte Autogene Cevumeran als adjuvante Behandlung in Kombination mit Nivolumab im Vergleich zu einer Nivolumab-Monotherapie bei Patientinnen und Patienten mit Hochrisiko muskelinvasivem Urothelkarzinom. Die Unternehmen werden sich auf die Weiterentwicklung von Autogene Cevumeran in adjuvantem duktalem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse und adjuvantem Darmkrebs konzentrieren. In diesen Indikationen laufen derzeit randomisierte klinische Phase-2-Studien.
Erwartete Meilensteine im Jahr 2026
| Programm | Wirkstoffklasse | Studien-Update-Phase | Indikation | |
| Daten-Updates aus späten klinischen Studien | Trastuzumab Pamirtecan3 | ADC | Phase 2 (Einzel-Arm) | 2L+ HER2-exprimierender Gebärmutterkrebs |
| Phase 3 Zwischenanalyse | chemo-naiver HR+ HER2-low Brustkrebs | |||
| Gotistobart2 | Immunmodulator | Phase 3 Zwischenanalyse | 2L+ Plattenepithelkarzinom der Lunge | |
| Phase 2 | 2L+ metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs | |||
| BNT113 | mRNA-Krebsimmuntherapie | Phase 3 Zwischenanalyse | HPV16+ PD-L1+ Kopf-Hals-Krebs | |
| Pumitamig1 | Immunmodulator | Phase 3 in China Zwischenanalyse | 1L dreifach negativer Brustkrebs | |
| Daten-Updates aus frühen klinischen Studien mit Pumitamig & ADCs | Pumitamig1 | Immunmodulator | Phase 2 | 1L nicht-kleinzelliger Lungenkrebs |
| Phase 2 | 1L kleinzelliger Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium | |||
| Phase 2 in China | 1L Leberzellkarzinom | |||
| Phase 2 in China | 1L mikrosatelliten-stabiler Darmkrebs | |||
| Pumitamig1 + | Immunmodulator | Phase 1/2 | Brustkrebs | |
| Trastuzumab Pamirtecan (HER2-ADC)3 | + ADC | |||
| Pumitamig1 + BNT324/DB-1311 (B7H3-ADC)3 | Phase 1/2 | Fortgeschrittene solide Tumore | ||
| Phase 2 | Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs/kleinzelliger Lungenkrebs | |||
| Pumitamig1 + BNT325/DB-1305 (TROP2-ADC)3 | Phase 2 | Dreifach negativer Brustkrebs | ||
| Pumitamig1 + BNT326/YL202 (HER3-ADC)4 | Phase 1/2 | Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs | ||
| BNT324/DB-1311 (B7H3-ADC)3 | ADC | Phase 1/2 | 2L+ metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs | |
| Klinische Phase-3-Studienstarts | Pumitamig1 | Immunmodulator | Phase 3 | 1L mikrosatelliten-stabiler Darmkrebs |
| Phase 3 | 1L HER2- PD-L1+ Magenkrebs | |||
| Phase 3 | 1L Kopf-Hals-Krebs | |||
| Phase 3 | inoperabler nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, Stadium 3 | |||
| Phase 3 | 1L nicht-kleinzelliger Lungenkrebs, hohe PD-L1-Konzentration | |||
| BNT324 /DB-1311 (B7H3-ADC)3 | ADC | Phase 3 | 1L metastasierter kastrationsresistenter Prostatakrebs | |
| Zulassungsantrag bei der FDA | Trastuzumab Pamirtecan (HER2-ADC)3 | ADC | - | 2L+ HER2- exprimierender Gebärmutterkrebs |
In Zusammenarbeit mit: 1. BMS; 2. OncoC4; 3. DualityBio; 4. MediLink Therapeutics (Suzhou) Co., Ltd. („MediLink“).
Bevorstehende Veranstaltungen für Investoren und Analysten
- Ergebnisse des ersten Quartals 2026 sowie Informationen zur Geschäftsentwicklung: 5. Mai 2026
- Ordentliche Hauptversammlung: 15. Mai 2026
Telefonkonferenz und Informationen zum Webcast
BioNTech lädt Investorinnen und Investoren und die allgemeine Öffentlichkeit ein, heute, den 10. März 2026, um 13:00 Uhr MEZ (8:00 Uhr U.S. EDT) an der Telefonkonferenz samt Webcast teilzunehmen, in dem die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht werden.
Um an der Live-Telefonkonferenz teilzunehmen, registrieren Sie sich bitte unter diesem Link. Nach der Registrierung werden die Einwahldaten und die dazugehörige PIN übermittelt.
Die Präsentation wird samt Ton über diesen Webcast-Link verfügbar sein.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die Folien und den Webcast der Telefonkonferenz auch über die Seite „Events und Präsentationen“ im Investorenbereich auf der Webseite des Unternehmens unter www.BioNTech.de abrufen. Eine Aufzeichnung des Webcasts wird kurz nach Beendigung der Telefonkonferenz zur Verfügung stehen und auf der Webseite des Unternehmens für weitere 30 Tage zugänglich sein.