Corona – Informationen zu Risiken und Schutz
Corona ist eine Infektionskrankheit, die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht wird. Das Coronavirus verändert sich fortlaufend und zählt weiterhin zu den häufigen Ursachen von Atemwegserkrankungen. Der Verlauf einer Corona-Erkrankung kann sehr unterschiedlich sein – von fehlenden oder leichten Beschwerden bis hin zu schweren oder lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen. Auch wenn viele Infektionen mit dem Coronavirus mild verlaufen, besteht für bestimmte Personengruppen – etwa ältere Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen – ein erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf.
Corona-Schutzimpfungen können dazu beitragen, das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID zu verringern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine jährliche Corona-Schutzimpfung unter anderem für Personen ab 75 Jahren, Bewohnende von Pflegeeinrichtungen sowie für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (z. B. chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus) und für Personen mit Langzeitfolgen nach einer Coronavirus-Infektion (z. B. Long COVID).
Eine Impfberatung kann dabei unterstützen, die persönliche Situation einzuordnen und individuelle Impfoptionen zu besprechen.
Themen im Überblick
Typische Symptome:
- Häufig sind Schnupfen, Husten und Halsschmerzen.
- Fieberhafte Krankheitsverläufe treten häufiger auf als bei gewöhnlichen Erkältungen.
- Daneben können Beschwerden wie Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot auftreten.
- Seltener kommt es zum Verlust des Riech- oder Geschmacksvermögens.
- Auch Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Appetitlosigkeit sind möglich.
- Schwere Corona-Krankheitsverläufe können von Lungenentzündungen bis hin zum Versagen mehrerer Organe reichen.
Manche Betroffene entwickeln Long COVID, also langanhaltende Beschwerden nach der akuten Corona-Erkrankung. Ein schwerer akuter Corona-Krankheitsverlauf gilt als wesentlicher Risikofaktor für Long COVID. Der Schutz vor einem schweren Corona-Krankheitsverlauf bleibt daher wichtig.
Häufige Fragen rund um Corona: Aktuelle Lage, Risikofaktoren & Corona-Schutzimpfungen
Ja. Das Coronavirus zirkuliert weiterhin in der Bevölkerung und gehört nach wie vor zu den häufigen Atemwegserregern. Infektionswellen können bereits im Spätsommer auftreten und bis in den Winter andauern. An Orten, an denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten – z. B. bei Volksfesten, Konzerten, auf Reisen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln – ist das Risiko einer Übertragung erhöht. Hygienemaßnahmen können dazu beitragen, das Risiko einer Coronavirus-Infektion zu reduzieren. Corona-Schutzimpfungen können dazu beitragen, das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe zu verringern.
Das Coronavirus kann sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen, und der Corona-Krankheitsverlauf kann stark variieren – von asymptomatisch über mild bis schwer.
Typische Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen treten häufig auf, oft begleitet von Fieber. Darüber hinaus kann eine Corona-Erkrankung mit Kurzatmigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden einhergehen.
In manchen Fällen nimmt die Corona-Erkrankung einen schweren Verlauf und ist mit Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems verbunden.
Detailliertere Informationen zu den möglichen Beschwerden einer Coronavirus-Infektion finden Sie hier.
Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf. Dazu zählen insbesondere Personen im höheren Lebensalter sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Auf Basis der Altersverteilung der deutschen Bevölkerung und der Häufigkeit bestimmter Vorerkrankungen gehören in Deutschland über 25 Millionen Menschen einer Risikogruppe an. Das entspricht etwa jeder dritten Person. Auch jüngere Menschen können schwer an Corona erkranken.
Zu den Vorerkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe in Verbindung gebracht werden, zählen unter anderem:
Chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck, koronare Herzerkrankung, Herzschwäche)
Bestimmte chronische Atemwegserkrankungen (z. B. COPD)
Adipositas (Starkes Übergewicht; BMI ≥ 30)
Neurologische Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose)
Langzeitfolgen nach einer Coronavirus-Infektion (z. B. Long COVID)
Eine detailliertere Übersicht von Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe in Verbindung gebracht werden, finden Sie hier. Diese Übersicht dient der Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Ja. Nach einer Coronavirus-Infektion können über die akute Erkrankung hinaus Erkrankung hinaus bestehen bleiben oder neu auftreten, die als Long COVID bezeichnet werden. Dazu zählen unter anderem Erschöpfung, Konzentrationsprobleme oder Atembeschwerden, die über Wochen oder Monate bestehen bleiben können. Ein schwerer Corona-Krankheitsverlauf ist mit einem erhöhten Risiko für Long COVID verbunden.
Weitere Informationen zu Long COVID finden Sie hier.
Eine Coronavirus-Infektion kann darüber hinaus das Herz-Kreislauf-System belasten. Insbesondere nach schweren Corona-Krankheitsverläufen kann das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall bis zu drei Jahre nach der Erkrankung erhöht sein – selbst bei Menschen, die zuvor keine Herzprobleme hatten. Die Nationale Herz-Allianz betont daher die Bedeutung von Impfungen gegen Atemwegserkrankungen wie Corona, insbesondere für Menschen mit Herzerkrankungen.
Weitere Informationen zu langfristigen Folgen einer Corona-Erkrankung finden Sie hier.
Corona-Schutzimpfungen können das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID verringern. Die STIKO empfiehlt eine jährliche Corona-Schutzimpfung für alle Personen über 75 Jahre, für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen oder mit engem Kontakt zu besonders gefährdeten Personen, sowie für Personen, die aufgrund ihres Berufs vermehrt mit dem Coronavirus und/oder gefährdeten Personen in Kontakt kommen.
Informieren Sie sich hier über die einzelnen Risikogruppen und darüber, wie Betroffene ihr Corona-Risiko senken können.
Jetzt Termin zur Impfberatung finden
Eine persönliche Beratung zum individuellen Corona-Risiko und zu empfohlenen Schutzimpfungen ist jederzeit möglich, insbesondere ab Spätsommer/Frühherbst. Impfberatung und Corona-Schutzimpfungen werden von Hausärztinnen und Hausärzten sowie über 1.600 Apotheken angeboten. Termine können online über Doctolib oder ApoGuide vereinbart werden.
So finden Sie Ihren Termin in nur 3 einfachen Schritten
Weitere Infos zur Impfberatung und Terminvereinbarung finden Sie hier.
Medizinisch geprüft am 15.08.2026
* Fallzahlhochrechnung für die deutsche Gesamtbevölkerung für 2025 auf Basis der diagnosespezifischen Hospitalisierungsinzidenzen schwerer akuter Atemwegserkrankungen (SARI). Datenstand: 01.05.2026
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin 28/2026. DOI: 10.25646/14286.2
- Robert Koch-Institut (RKI). Ratgeber COVID-19 auf rki.de. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Ansteckung, Übertragung und Krankheitsverlauf . (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- BMG Initiative Long COVID. Wissenswertes für Erkrankte und Interessierte. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Robert Koch-Institut (RKI). Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu akuten Atemwegserkrankungen (ARE) und COVID-19. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Tolksdorf K et al. SARI-Hospitalisierungsinzidenz [Data set]. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.8382330.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO). COVID-19 – Global Situation. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- ARE-Wochenbericht KW 20/2025. doi: 10.25646/13168. Robert Koch-Institut (RKI). (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Robert Koch-Institut (RKI). Surveillance akuter Atemwegserkrankungen. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Statistisches Bundesamt (destatis). Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Schröder H et al. Monitor: Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe von COVID-19. Berlin 2020 (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. COVID-19-Hospitalisierung als KHK-Risiko-Äquivalent. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Nationale Herz-Allianz (NHA). Impfstatus: herzgesund! (Letzter Zugriff am 15.08.2026)