Corona-Risiko bei Menschen im höheren Lebensalter
Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem und chronische Erkrankungen können häufiger auftreten. Beides kann dazu beitragen, dass eine Infektion mit dem Coronavirus schwerer verläuft. Auf dieser Seite erfahren Sie, warum das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe bei älteren Menschen erhöht ist, welche möglichen Folgen eine Coronavirus-Infektion haben kann und was Sie tun können, um sich zu schützen.
- Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe – insbesondere, wenn zusätzlich chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus vorliegen.
- Im höheren Lebensalter reagiert das Immunsystem langsamer und weniger flexibel; gleichzeitig können chronische Erkrankungen häufiger auftreten, was die Abwehr gegen das Coronavirus schwächen kann.
- Bei älteren Menschen kann eine Coronavirus-Infektion häufig schwerer verlaufen und öfter mit Krankenhausaufenthalten verbunden sein; auch das Risiko für Komplikationen wie Lungenentzündungen und Long COVID kann erhöht sein.
- Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen ab 75 Jahren Jahren eine jährliche Corona-Schutzimpfung, um das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen zu verringern.
- Erhöhtes Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe
- Mögliche Folgen einer Coronavirus-Infektion bei älteren Menschen
- Corona-Risiko senken – für Menschen im höheren Lebensalter
- Corona-Schutzimpfung bei älteren Menschen
- Häufige Fragen zum Corona-Risiko bei Menschen im höheren Lebensalter
- Jetzt Termin zur Impfberatung finden
Diese Kombination aus weniger leistungsfähigem Immunsystem und bestehenden Vorerkrankungen kann das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf zusätzlich erhöhen.
Das individuelle Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf wird unter anderem davon beeinflusst, ob mehrere Risikofaktoren zusammenkommen – zu einem höheren Lebensalter können beispielsweise eine oder mehrere Vorerkrankungen kommen. Bei älteren Menschen reagiert das Immunsystem zudem oft weniger zuverlässig als bei Jüngeren. Durch die zunehmend schwächere Immunabwehr kann das Risiko zusätzlich erhöht sein.
Bei einem schweren Corona-Krankheitsverlauf kann es zu einer Lungenentzündung und zu Atemproblemen kommen. In solchen Fällen ist häufig eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich, in manchen Fällen auch eine intensivmedizinische Versorgung mit künstlicher Beatmung. In besonders schweren Fällen kann eine Coronavirus-Infektion zu einer Embolie oder einem Multiorganversagen führen.
Langzeitfolgen wie Long COVID können grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Nach einem schweren Corona-Krankheitsverlauf ist das Risiko für solche Langzeitfolgen zusätzlich erhöht.
Corona-Risiko senken – im höheren Lebensalter
Menschen im höheren Lebensalter können dazu beitragen, ihr Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf zu reduzieren, indem sie ärztliche Empfehlungen berücksichtigen und geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen.
- Für ältere Menschen ist es besonders wichtig, eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Corona vorbeugen.
- Corona-Schutzimpfungen können dazu beitragen, das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID zu verringern. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine jährliche Corona-Schutzimpfung für Personen ab 75 Jahren sowie für weitere Risikogruppen.
Häufige Fragen zum Corona-Risiko bei Menschen im höheren Lebensalter
Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf. Das liegt unter anderem daran, dass sich das Immunsystem im höheren Lebensalter auf natürliche Weise verändert. Es bildet weniger Abwehrzellen und reagiert weniger wirksam auf neue Krankheitserreger wie das Coronavirus.
Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit für chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder COPD. Die Kombination aus einem altersbedingt schwächeren Immunsystem und Vorerkrankungen kann das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf erhöhen.
Ältere Menschen haben ein erhöhtes Risiko, aufgrund einer Coronavirus-Infektion im Krankenhaus behandelt werden zu müssen oder eine intensivmedizinische Versorgung zu benötigen. Dieses Risiko nimmt mit zunehmendem Alter weiter zu. Mögliche Komplikationen eines schweren Corona-Krankheitsverlaufs sind unter anderem Lungenentzündungen, Atemnot und Herz-Kreislauf-Probleme. Auch Langzeitfolgen wie Long COVID können auftreten.
Langzeitfolgen wie Long COVID können grundsätzlich in jedem Alter auftreten. Insbesondere nach einem schweren Corona-Krankheitsverlauf, der bei älteren Menschen häufiger vorkommt, ist das Risiko für Long COVID zusätzlich erhöht.
Weitere Informationen zu Long COVID finden Sie hier.
Corona-Schutzimpfungen können kann das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID verringern. Für Personen ab 75 Jahren wird eine jährliche Corona-Schutzimpfung mit einem an die aktuellen Virusvarianten angepassten Impfstoff empfohlen.
Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie hier.
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Medizinisch geprüft am 15.08.2026
* Fallzahlhochrechnung für die deutsche Gesamtbevölkerung für 2025 auf Basis der diagnosespezifischen Hospitalisierungsinzidenzen schwerer akuter Atemwegserkrankungen (SARI). Datenstand: 01.05.2026
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI). Wie geht es den Menschen ab 65 Jahren? (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Robert Koch-Institut (RKI). Gesundheit im Alter. Übersicht und Themenschwerpunkt. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Großkopf A. Z Gerontol Geriat 55, 553–557 (2022). DOI: 10.1007/s00391-022-02107-6
- Robert Koch-Institut (RKI). Epidemiologisches Bulletin 28/2026. DOI: 10.25646/14286.2
- Tolksdorf K et al. SARI-Hospitalisierungsinzidenz [Data set]. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.8382330.
- Robert Koch-Institut (RKI). RKI-Ratgeber COVID-19. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Robert Koch-Institut (RKI). Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu akuten Atemwegserkrankungen und COVID-19. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Lungeninformationsdienst. Coronavirus – COVID-19/SARS-CoV-2. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Ältere Menschen und Corona. (Letzter Zugriff am 15.08.2026)
- Hansen CH et al. Lancet Infect Dis. 2025;25(12):1293-1302. DOI: 10.2139/ssrn.5227321