Corona-Risikogruppen

Eine Coronavirus-Infektion kann jeden treffen, in den meisten Fällen sind die Symptome milde und klingen nach der akuten Infektion wieder vollständig ab. In manchen Fällen nimmt die Corona-Erkrankung jedoch einen schweren Verlauf oder kann zu langfristigen gesundheitlichen Beschwerden führen. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Personen zu Corona-Risikogruppen gehören und für wen eine jährliche Corona-Schutzimpfung empfohlen wird.

Bestimmte individuelle Risikofaktoren machen einen schweren Corona-Krankheitsverlauf wahrscheinlicher. Dazu zählen vor allem ein höheres Lebensalter und bestimmte Vorerkrankungen. Auf Basis der Altersverteilung der deutschen Bevölkerung und der Häufigkeit bestimmter Vorerkrankungen werden in Deutschland über 25 Millionen Menschen einer Risikogruppe für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf zugerechnet. Das entspricht etwa jeder dritten Person.

 

Risikofaktoren für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt bestimmten Personengruppen eine jährliche Corona-Schutzimpfung, um die Wahrscheinlichkeit eines schweren Corona-Krankheitsverlaufs zu verringern. Informieren Sie sich zu den einzelnen Risikogruppen und wie Betroffene ihr Corona-Risiko senken können.

In ihrer Impfempfehlung zählt die STIKO meist keine einzelnen Erkrankungen als Risikofaktoren auf, sondern nennt oft Überbegriffe, die mehrere Vorerkrankungen umfassen, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf assoziiert werden. Daher ist es wichtig zu wissen, dass eine bestimmte Erkrankung, wie beispielsweise Bluthochdruck, einer Risikogruppe der STIKO-Empfehlung zugeordnet wird – in diesem Fall den chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Einen Überblick über Vorerkrankungen, die den Risikogruppen der STIKO zugerechnet werden, finden Sie auf der folgenden Seite. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Corona-Risikogruppen im Überblick

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über Faktoren, die das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf erhöhen können. Dazu zählen insbesondere zunehmendes Alter sowie bestimmte Vorerkrankungen. Klicken Sie auf die jeweilige Kachel, um mehr über die einzelnen Risikofaktoren zu erfahren.

Illustration einer Person mit Stock, symbolisch für die Corona-Risikogruppe über 60 Jahre.

Höheres Lebensalter 

Illustration eines Herzens als Symbol für die Risikogruppe mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Illustration eines Bluttropfens mit Zuckerstücken als Symbol für die Risikogruppe mit Diabetes.

Diabetes mellitus

 

Illustration von Lungenflügeln als Symbol für die Risikogruppe mit chronischen Atemwegserkrankungen.

Chronische Atemwegserkrankungen

Illustration einer Waage als Symbol für die Risikogruppe mit starkem Übergewicht (Adipositas).

Adipositas (starkes Übergewicht)

Illustration einer Krebszelle als Symbol für die Risikogruppe mit Krebserkrankungen.

Krebserkrankungen

Illustration eines Kopfes mit Gehirn als Symbol für die Risikogruppe mit neurologischen Erkrankungen.

Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Illustration von zwei Nieren als Symbol für die Risikogruppe mit chronischen Nierenerkrankungen.

Chronische Leber- oder Nierenerkrankung

Wer ein erhöhtes Risiko für Long COVID hat

Corona kann nicht nur akute Beschwerden verursachen, sondern auch langfristige Folgen haben. Halten die Symptome länger als vier Wochen an, spricht man von Long COVID. Diese Folgeerkrankung kann die Lebensqualität erheblich einschränken und über Monate andauern. Personen mit Langzeitfolgen nach einer Coronavirus-Infektion, wie z. B. Long COVID, zählen zudem zu den Risikogruppen für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf. Die STIKO empfiehlt ihnen daher eine jährliche Corona-Schutzimpfung.


Häufige Fragen zu Risikogruppen für schwere Corona-Krankheitsverläufe

Das individuelle Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ein erhöhtes Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe besteht insbesondere für ältere Personen sowie für Personen mit bestimmten Vorerkrankungen, unter anderem chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus oder bestimmte chronische Atemwegserkrankungen wie COPD. Treffen mehrere Risikofaktoren gleichzeitig zu – zum Beispiel eine COPD in Kombination mit Bluthochdruck – kann das Risiko zusätzlich erhöht sein.

Ein schwerer Corona-Krankheitsverlauf tritt häufiger bei älteren Menschen auf, da mit zunehmendem Alter die Leistungsfähigkeit des Immunsystems abnimmt und die Abwehr von Krankheitserregern weniger effektiv sein kann. Darüber hinaus erhöhen bestimmte Vorerkrankungen wie u. a. chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck), Diabetes mellitus oder chronische Atemwegserkrankungen (z. B. COPD) das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf. Auch ein geschwächtes Immunsystem, etwa infolge bestimmter Erkrankungen oder durch die Einnahme immunsuppressiver Medikamente, kann die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Krankheitsverlauf erhöhen.

Bestimmte Vorerkrankungen werden mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe in Verbindung gebracht. Dazu zählen unter anderem:

Liegen mehrere dieser Vorerkrankungen gleichzeitig vor, kann sich das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf weiter erhöhen. Eine detailliertere Übersicht von Erkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe in Verbindung gebracht werden, finden Sie hier. Diese Übersicht dient der Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf steigt mit zunehmendem Alter an und nimmt insbesondere im höheren Lebensalter weiter zu. Deshalb zählen ältere Menschen zu den Risikogruppen für schwere Corona-Krankheitsverläufe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Personen ab 75 Jahren eine jährliche Corona-Schutzimpfung, um das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe sowie Langzeitfolgen wie Long COVID zu reduzieren.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Ja, eine Coronavirus-Infektion kann nicht nur akute Beschwerden verursachen, sondern auch langfristige gesundheitliche Folgen haben. Beschwerden können nach der akuten Erkrankung anhalten, später wiederkehren oder erst mehrere Wochen nach der Infektion neu auftreten. Zudem können sich bereits bestehende Vorerkrankungen infolge einer Coronavirus-Infektion verschlechtern. Halten sie länger als vier Wochen an, spricht man von Long COVID. Betroffene berichten häufig über Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Atembeschwerden, die den Alltag stark beeinträchtigen können. Ein schwerer Corona-Krankheitsverlauf ist mit einem erhöhten Risiko für Long COVID verbunden. Studien zeigten, dass Corona-Schutzimpfungen das Risiko für Long COVID reduzieren konnten. Studien haben weiterhin gezeigt, dass sich eine Coronavirus-Infektion auch langfristig negativ auf die Herzgesundheit auswirken kann.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Corona-Schutzimpfungen können vor schweren Corona-Krankheitsverläufen schützen und das Risiko für mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID reduzieren. 

Die STIKO empfiehlt eine jährliche Corona-Schutzimpfung unter anderem für:

  • Ältere Personen ab 75 Jahren
  • Bewohnende von Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit einer Immunsuppression (durch eine Erkrankung oder Medikamente)
  • Bestimmten Vorerkrankungen (z. B. chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus)
  • Personen mit Langzeitfolgen nach einer Coronavirus-Infektion (z. B. Long COVID
  • Personen mit regelmäßigen Kontakt zu Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf
  • Personal in Pflegeeinrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnenden sowie medizinisches Personal, das Risikopatientinnen und -patienten betreut oder aufgrund seiner Tätigkeit einem erhöhten Infektionsrisiko für Corona ausgesetzt ist

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Eine persönliche Beratung zum individuellen Corona-Risiko und zu empfohlenen Schutzimpfungen ist jederzeit möglich, insbesondere ab Spätsommer/Frühherbst. Impfberatung und Corona-Schutzimpfungen werden von Hausärztinnen und Hausärzten sowie über 1.600 Apotheken angeboten. Termine können online über Doctolib oder ApoGuide vereinbart werden.

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Schritt 1

Zuerst klicken Sie unten auf den passenden Anbieter: Doctolib für eine Arztpraxis oder ApoGuide für eine impfende Apotheke in Ihrer Nähe.

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Schritt 3
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Medizinisch geprüft am 15.08.2026

Quellen