Diabetes als Risikofaktor bei Corona

Menschen mit Diabetes mellitus zählen zu den Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe. Im Folgenden erfahren Sie, wodurch dieses Risiko besteht, welche möglichen Folgen eine Coronavirus-Infektion haben kann und wie Sie sich schützen können. 

Zusammenfassung:
  • Menschen mit Diabetes mellitus zählen zu den Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe – insbesondere bei schlecht eingestelltem Blutzucker oder zusätzlichen Begleiterkrankungen.
  • Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann das Immunsystem und die Gefäßfunktion belasten und damit die Abwehr gegen das Coronavirus schwächen.
  • Menschen mit Diabetes haben ein etwa 2–5-fach erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf im Vergleich zu Personen ohne Vorerkrankung.
  • Die STIKO empfiehlt Menschen mit Diabetes eine jährliche Corona-Schutzimpfung, um das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen zu verringern.
Ein ältere Frau sitzt zuhause auf ihrem Sofa und misst ihren Blutzucker. Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf.

Erhöhtes Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe bei Diabetes

In Deutschland werden über 25 Millionen Menschen aufgrund eines höheren Lebensalters oder bestimmter Vorerkrankungen einer Corona-Risikogruppe  zugerechnet. Das entspricht etwa jeder dritten Person. Dazu gehören auch Menschen mit Diabetes. Wenn sich Menschen mit Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen mit dem Coronavirus infizieren, haben sie ein erhöhtes Risiko, im Krankenhaus behandelt zu werden oder länger anhaltende Beschwerden zu entwickeln.

 

Bei Diabetes ist die Blutzuckerregulation beeinträchtigt. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann unter anderem Blutgefäße, Nerven und das Immunsystem belasten und steht in Zusammenhang mit Begleiterkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenschäden und chronischen Entzündungen.  Sind solche Erkrankungen vorhanden, kann der Körper Infektionen meist weniger effektiv abwehren, wodurch das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf steigen kann.

Mögliche Folgen einer Coronavirus-Infektion bei Menschen mit Diabetes

Während einer akuten Corona-Erkrankung kann der Blutzuckerspiegel bei Menschen mit Diabetes zusätzlich aus dem Gleichgewicht geraten. Das kann zu Über- oder Unterzuckerungen führen, die den Körper belasten und die Behandlung der Erkrankung erschweren.

Erste Daten deuteten darauf hin, dass ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel und hohe Insulinkonzentrationen – wie sie bei Typ-2-Diabetes häufig vorkommen – das Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus zusätzlich begünstigen können. Zudem kann bei einem schweren Corona-Krankheitsverlauf das Risiko für mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID steigen.

Infografik zeigt, dass das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf bei Menschen mit Diabetes etwas 2–5-mal höher ist als bei gesunden Personen.

Wie hoch ist das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe bei Diabetes?

Untersuchungen zeigten, dass das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf bei Menschen mit Diabetes 2–5-mal höher ist als bei Personen ohne Vorerkrankung. Wie hoch das individuelle Risiko ist, hängt vor allem davon ab, wie gut der Blutzucker eingestellt ist und ob bereits Begleiterkrankungen bestehen. Diese Faktoren sprechen für ein besonders hohes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf:

  • Typ-2-Diabetes (auch Altersdiabetes genannt)
  • Schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel
  • Vorliegen von Folgeerkrankungen des Diabetes, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oder zusätzliches Übergewicht
  • Unzureichender Impfschutz

Corona-Risiko senken – für Menschen mit Diabetes 

Menschen mit Diabetes können ihr Corona-Risiko verringern, indem sie aktiv mit ihrem behandelnden Arzt bzw. ihrer behandelnden Ärztin zusammenarbeiten und empfohlene Schutzmaßnahmen berücksichtigen.

  • Für Menschen mit Risikofaktoren wie Diabetes ist es besonders wichtig, eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite Corona vorbeugen.
  • Stabile Blutzuckerwerte unterstützen den Körper dabei, Infektionen mit dem Coronavirus besser abzuwehren. Für Menschen mit Diabetes ist es deshalb wichtig, auf einen gut eingestellten Blutzuckerspiegel zu achten.
  • Allen Menschen mit Diabetes wird eine jährliche Corona-Schutzimpfung empfohlen.
Frau mit Diabetes mellitus bereitet einen diabetikerfreundlichen Salat zu. Bei Diabetes kann der Körper Infektionen oft weniger effektiv abwehren, was das Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf erhöhen kann.

Corona-Schutzimpfung bei Diabetes

Um das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen zu verringern, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine jährliche Corona-Schutzimpfung für alle Menschen mit Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen – unabhängig davon, ob weitere Risikofaktoren vorliegen.

 

Die Impfung erfolgt mit einem an die aktuelle Virusvariante angepassten Impfstoff – idealerweise ab Spätsommer/Frühherbst. Auch vor Reisen kann es sinnvoll sein, den Impfschutz zu überprüfen und bei Bedarf aufzufrischen.


Häufige Fragen zum Corona-Risiko bei Menschen mit Diabetes

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe, da ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel unter anderem das Immunsystem, die Blutgefäße und Nerven belasten kann. Dadurch kann der Körper Infektionen wie das Coronavirus weniger effektiv abwehren. Zusätzliche Begleiterkrankungen, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenschäden, können das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe weiter erhöhen.

Studien zeigten, dass Menschen mit Diabetes im Vergleich zu Personen ohne Vorerkrankung ein etwa 2- bis 5-fach erhöhtes Risiko für einen schweren Corona-Krankheitsverlauf hatten. Wie hoch das individuelle Risiko ist, hängt vor allem davon ab, wie gut der Blutzucker eingestellt ist und ob weitere Erkrankungen vorliegen.

Das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe ist insbesondere erhöht bei:

  • Typ-2-Diabetes
  • Schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel
  • Folgeerkrankungen des Diabetes wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht
  • Unzureichendem Corona-Impfschutz

Eine Coronavirus-Infektion kann bei Menschen mit Diabetes den Blutzuckerspiegel zusätzlich aus dem Gleichgewicht bringen. Dadurch kann es zu Über- oder Unterzuckerungen kommen, die den Körper belasten und die Behandlung erschweren. Zudem kann bei einem schweren Corona-Krankheitsverlauf das Risiko für länger anhaltende Beschwerden wie Long COVID steigen.

Weitere Informationen zu Long COVID finden Sie hier

Corona-Schutzimpfungen können das Risiko für schwere Corona-Krankheitsverläufe und mögliche Langzeitfolgen wie Long COVID verringern. Für Personen mit Diabetes wird eine jährliche Corona-Schutzimpfung mit einem an die aktuellen Virusvarianten angepassten Impfstoff empfohlen.

Weitere Informationen zur Corona-Schutzimpfung finden Sie hier

Jetzt Termin zur Impfberatung finden

Eine persönliche Beratung zum individuellen Corona-Risiko und zu empfohlenen Schutzimpfungen ist jederzeit möglich, insbesondere ab Spätsommer/Frühherbst. Impfberatung und Corona-Schutzimpfungen werden von Hausärztinnen und Hausärzten sowie über 1.600 Apotheken angeboten. Termine können online über Doctolib oder ApoGuide vereinbart werden.

So finden Sie Ihren Termin in nur 3 einfachen Schritten

Schritt 1

Zuerst klicken Sie unten auf den passenden Anbieter: Doctolib für eine Arztpraxis oder ApoGuide für eine impfende Apotheke in Ihrer Nähe.

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Danach geben Sie Ihre Adresse ein, um Praxen oder Apotheken in Ihrer Nähe anzuzeigen, und wählen eine passende Anlaufstelle für Ihre Impfberatung aus.

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Medizinisch geprüft am 15.08.2026

Quellen